Wählen Sie die Gesundheit für Ihre Katze
Was ist der Unterschied zwischen einer Sterilisation und einer Kastration? Wann ist eine Kastration sinnvoll? Die Sterilisation hat nur das Ziel der Unfruchtbarkeit. Dazu werden die Samenleiter beim Kater bzw. die Eileiter der Kätzin durchtrennt. Dadurch sind die Katzen nicht mehr fortpflanzungsfähig, alle geschlechtstypischen Triebe wie zum Beispiel Rolligkeit und Markieren bleiben aber bestehen. Ziel der Kastration ist es hingegen, Katzen unfruchtbar zu machen und die weitere Produktion von Geschlechtshormonen zu stoppen. Dazu werden die Hoden beim Kater bzw. die Eierstöcke bei der Kätzin entfernt. Eine "Kastration" bezieht sich also sowohl auf männliche als auch auf weibliche Katzen! Das Tierschutzgesetz untersagt die Entnahme von Organen ohne medizinische Gründe, also auch die Kastration. Zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung ist die Kastration hingehen erlaubt. Sprechen Sie daher für eine individuelle Entscheidung am besten mit Ihrem Tierarzt, bzw. Ihrer Tierärztin. Denn: Wenn Sie keine Katzen züchten wollen, ist es durchaus sinnvoll, Ihre Katze kastrieren zu lassen. Es gibt viele heimatlose Katzen und Kätzchen, weil die Besitzer ihre Katze trächtig werden ließen, ohne Kätzchen zu wollen. Die Kastration kann nicht nur Verhaltensprobleme wie das Verspritzen von Urin im Haus verhindern, es kann bei weiblichen Katzen, welche vor der ersten Rolligkeit kastriert werden, auch das Auftreten von Gesäugetumoren verringern.
Ohne Kastration werden Katzenweibchen regelmäßig rollig, und wenn sie raus dürfen, werden sie wahrscheinlich trächtig. Wenn sie rollig sind, machen sie viel Lärm und sind sehr anziehend für die Kater in der Nachbarschaft. Eine Katze kann pro Jahr bis zu vier mal werfen, bei bis zu acht Kätzchen pro Wurf. Das liegt nicht nur dem Besitzer schwer auf der Tasche, es kann auch schlecht für die Katze sein, einen Wurf nach dem anderen hervorzubringen.
Weibliche Katzen können ab einem Alter von 20 Wochen kastriert werden. Während die Katze narkotisiert ist, entfernt der Tierarzt die Eierstöcke und einen Teil oder die gesamte Gebärmutter. 24 Stunden nach der Operation sollte die Katze wieder in Ordnung sein. Die Fäden werden normalerweise sieben bis zehn Tage später gezogen.
Nicht kastrierte Kater streunen oft lange draußen herum und kommen mit Verletzungen aus ihren Kämpfen zurück. Sie markieren auch ihr Territorium, darunter den Inhalt Ihres Hauses, indem sie ihren Urin auf Gegenstände verspritzen, was einen besonders unangenehmen Geruch ergibt. Kastrierte Kater sind bessere Hausgenossen, sie kämpfen weniger und leben meistens länger als unbehandelte Kater.
Männliche Katzen werden meist vom 5. Lebensmonat an kastriert. Es gibt aber auch Tierärzte, die die kleinen Kater schon früher ab einem Alter von 12 Wochen kastrieren. Die Kastration beinhaltet das Entfernen der Hoden unter Narkose und ist so relativ schmerzlos. Ihr Kater ist ein paar Stunden nach der Operation meist wieder vollkommen in Ordnung.
Für beide Geschlechter ist die Kastration ein Routineeingriff, und die Erholung erfolgt in der Regel sehr schnell. Normalerweise können Sie Ihre Katze am selben Tag mit nach Hause nehmen, aber sie sollte im Haus bleiben, bis die Wunde verheilt ist.