Erste Hilfe bei Zeckenbefall. Wie Sie Ihrer Katze helfen können.
Zecken übertragen gefährliche Krankheiten wie Borreliose (Lyme-Disease) und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Katzen sind allerdings gegen diese Viren allgemein weniger empfindlich als andere Säugetiere und Menschen. Die Gefahr, mit einem Virus infiziert zu werden, schließt sich jedoch nicht gänzlich aus.
Auch wenn die Zecke nicht zwingend eine Krankheit überträgt, ist der Befall für Ihre Katze lästig. Er hinterlässt juckende Stiche und kann Blutverlust zur Folge haben. Falls sich Ihre Katze nach einem Zeckenstich ungewohnt verhält, müssen Sie diese von einem Tierarzt untersuchen lassen.
Zecken halten sich vorzugsweise in unmittelbarer Bodennähe auf. Sie leben in Wäldern, auf Sträuchern, Büschen und Gräsern. Dort lauern sie, bis sie von einem vorbeigehenden "Wirt" abgestreift werden.
Die Zecken sind vom Frühjahr bis in den Spätherbst aktiv. Die Hauptaktivitätszeit ist im April, Mai und Juni sowie im September und Oktober.
Wo stechen Zecken bei der Katze zu?
Zecken bevorzugen bei der Katze vor allem Stellen am Kopf (Ohren, Lefzen, um die Augen) sowie im Achsel- und Schenkelspalt für ihre Stiche.
Sie können Ihre Katze vor einem Zeckenstich schützen, indem Sie vorbeugende Maßnahmen gegen Zeckenbefall treffen. Über wirksame Zeckenprophylaxe kann der Tierarzt umfassende Auskunft geben. Nebst einer wirksamen chemischen Prophylaxe sollten Sie Ihre Katze täglich gezielt auf Zeckenbefall untersuchen. Nach einem Tag haben sich mögliche Parasiten meist noch nicht oder erst frisch festgestochen und Sie können diese problemlos entfernen.
Mit der Zeckenzange können Sie die Zecke selber sauber entfernen. Geschieht dies unmittelbar nach dem Befall, können Sie Ihre Katze vor möglichen juckenden Stichen befreien und Blutverlust vermindern. Die Zeckenzange bedeutet jedoch keine automatische Prophylaxe vor Zeckenbefall.
- Die Zecke mit der Zeckenzange so nah wie möglich an der Haut anpacken und schnell um die eigene Achse drehen, bis sie loslässt.
- Die Stichstelle sauber desinfizieren.
- An den folgenden Tagen und Wochen die Katze beobachten, ob ungewohntes Verhalten auftritt.
Bei Katzen sind keine typischen Symptome bekannt, die eindeutig auf eine Infektion mit einer Zeckenkrankheit hinweisen. Wenn sich Ihre Katze nach einem Zeckenstich jedoch ungewohnt verhält, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt führt die notwendigen Untersuchungen durch und wählt die passende Therapie für Ihre Katze aus.
Vorbeugend kann ein Floh- und Zeckenhalsband angelegt werden. Achten Sie darauf, dass das Band eine Sicherheitsschnalle hat, die sich öffnet, wenn die Katze irgendwo hängen bleibt. Modernere Präparate werden als Spot On Tropfen auf den Rücken der Katze getropft und über die Haut innerhalb von 3 Tagen resorbiert. Vor allem in Haushalten mit Kindern ist so ein kuscheln mit ihrem kleinen Stubentiger ohne Risiken wieder möglich.