Standort:

Magazin-Artikel

Fit durch den Winter

Fit durch den Winter

Warm und gemütlich ist es im Haus. Kalt und feucht ist es draußen. Wie reagieren Immunsystem und Stoffwechsel einer Katze darauf? Und was kann ich tun, damit meine Samtpfote fit durch den Winter kommt? Infos und Tipps dazu finden Sie hier:

Wenn es nach unseren Katzen ginge, würden Herbst und Winter einfach ausfallen. Denn kalt und feucht mögen sie es nun mal gar nicht. Schließlich sind sie geborene Steppentiere, ihr Organismus ist also rundum auf Trockenheit und Wärme eingestellt. So kommt es, dass Katzen im Winter viel schlafen und weniger aktiv sind. Selbst passionierte Freigänger bleiben lieber zu Hause, als bei eisigen Temperaturen auf Streifzug zu gehen.

Wohnungskatzen im Winterschlaf

Um bei kälteren Temperaturen ihre Körperwärme zu halten, verbrauchen Katzen mehr Energie, also mehr Kalorien. Nun könnte man denken, üppige Mahlzeiten wären daher sinnvoll. Das aber ist nicht der Fall. Denn insgesamt schalten Katzen im Winter „einen Gang runter“. Sie schlafen auffallend viel und sind weniger aktiv, so dass sich der Energiehaushalt und Kalorienbedarf auf natürliche Weise reguliert. Eine Umstellung der Ernährung ist daher nicht notwendig. Sinnvoll ist es aber auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, die den Organismus gesund hält und das Immunsystem stärkt. So unterstützen zum Beispiel natürliche Antioxidanzien wie Vitamin C und E aktiv die körpereigene Abwehr einer Katze.

Wer rastet, der rostet

Spielen Sie im Winter jeden Tag mindestens 2 x 30 Minuten aktiv mit Ihrer Katze. Denn so bleiben Bewegungsapparat, Kreislauf und Stoffwechsel der Katze gesund und in Schwung. Bälle jagen, hinter Lichtpunkten her huschen, eine Stoffmaus an einer Angel erbeuten… Möglichkeiten gibt es viele. Und bieten sich Advent und Weihnachten nicht gerade dazu an, der geliebten Katze mal ein paar kleine Geschenke extra zu machen? Gehen Sie doch einfach mal im Zoofachhandel bummeln, denn da gibt es viele tolle Geschenkideen für spannende Spiele in der Wohnung.

Ein Platz an der Heizung...

Grundsätzlich bevorzugen Katzen wärmere Orte. Sie legen sich gern in die Nähe der Heizung, kuscheln sich gemütlich in das warme Sofakissen, legen sich auf die wärmste Stelle der Fußbodenheizung oder vor den brennenden Kamin. Katzen lieben diese für Menschen oft unerträglich heißen Orte. Wird es ihnen mit der Zeit zu warm, ziehen sie sich dann einfach in kühlere Gefilde zurück. Ideal ist es daher, wenn einer Katze in der Wohnung beides zur Verfügung steht: kühlere wie wärmere Areale. Ob es Ihrer Katze eher kalt oder warm ist, erkennen Sie daran, wie sie sich hinlegt. Rollt sie sich eng ein, so ist ihr eher kalt und sie versucht die Körperwärme zu halten. Streckt sie dagegen alle Viere von sich und macht sich lang, ist ihr warm, und sie bemüht sich, überflüssige Körperwärme loszuwerden.

Hilfe beim Fellwechsel

Durch den aktuellen Temperaturunterschied drinnen und draußen kommt es bei vielen Katzen im Winter zu einem starken Fellwechsel. Die Katze stößt ihr Sommerfell ab und tauscht dies gegen ein dichtes Winterfell. Tägliches Bürsten hilft der Katze, den Haarwechsel besser zu verkraften. Überschüssige Haare werden entfernt und die Katze schluckt bei der Fellpflege mit der Zunge weniger Haare ab. Der Bildung von Haarbällen im Magen der Katze wird so vorgebeugt. Unterstützend kann außerdem der Whiskas-Snack „Anti-Hairball“, der das Ausscheiden abgeschluckter Haare fördert, als sinnvolles Leckerli gegeben werden. Übrigens: Das Bürsten des Fells unterstützt gleichzeitig die Durchblutung der Haut und Muskulatur und regt den Stoffwechsel an. Streicheleinheiten also für Körper und Seele!

Parasitenschutz auch im Winter

Flöhe haben im Herbst und Winter bei Katzen Hochsaison. So lautete das überraschende Ergebnis einer aktuellen Studie, bei der zur kalten Jahreszeit höhere Befallsraten mit Flöhen festgestellt wurden als in Frühjahr und Sommer. Im Unterschied zur Freiluftsaison lauern die Parasiten im Winter jedoch weniger auf Wald und Wiese, sondern vielmehr in den eigenen vier Wänden. Denn: Hatte eine Katze zuvor einmal Flöhe, so kann jeder davon in der Wohnung bis zu 2.000 Eier gelegt haben. Aus denen können sich winzige Larven entwickeln, die sich in Teppichen, hinter Fußleisten und winzigen Ritzen von Holz-, Dielen- und Parkettböden sowie hinter Fußleisten verpuppen und dort über Monate ruhen. In der Heizperiode entwickeln sich daraus meist neue Flöhe, es kann zu regelrechten Plagen kommen. Eine gewissenhafte Vorsorge gegen Flöhe – und bei starkem Befall einer Behandlung der Umgebung – ist daher auch im Winter wichtig. Geeignete Präparate für die Behandlung von Tier und Wohnung gibt es in Tierarztpraxen und Apotheken.

"Frostschutz" für Freigänger

Für Katzen, die freien Auslauf haben, gilt dasselbe wie für Wohnungskatzen. Denn sie werden im Winter vornehmlich auch im Haus bleiben, auch wenn sie meist nicht ganz auf ihre Streifzüge verzichten. Wichtig ist, dass eine Freilaufkatze bei einem Ausflug ins Freie jederzeit auch wieder ins Warme kommen kann. Katzenklappen sind hier die sicherste und einfachste Lösung. Kann nicht gewährleistet werden, dass die Katze bei Bedarf immer ins Haus kann, muss auf der Terrasse, im Garten oder Hof ein warmer Rückzugsort geschaffen werden, z.B. eine zugfreie Ecke im Schuppen mit einer warmen Decke oder ein Katzenhäuschen mit isoliertem Boden und einem Teppich. Denn: Ist eine Katze zu lange eisigen Temperaturen ausgesetzt, kann es zu Blasenentzündungen und Infekten kommen, die tierärztliche Hilfe benötigen. Wichtig ist außerdem, dass Freilaufkatzen stets Zugang zu frischem Trinkwasser und Nahrung haben. Denn im Winter, vor allem bei Schnee und Frost, hat eine Katze im Freien kaum Möglichkeiten, sich selbstständig zu versorgen.

Genießen Sie die Gemütlichkeit

Das Fazit: Kuscheln Sie sich mit Ihrer Katze gemütlich ein und genießen Sie die wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden! Achten Sie auf eine gewissenhafte Fellpflege und zuverlässigen Flohschutz, sorgen Sie für Spiel und Spaß und machen Sie so das Beste aus der Zeit, die Ihre Katze am liebsten aus dem Kalender streichen würde. Sie wird es Ihnen schnurrend danken!