
Lässt sich über Geschmack bei Katzennahrung streiten? Ja, ganz sicher! Denn: Es ist zwar so, dass Katzen individuelle Vorlieben haben – das kennen wir alle von unseren eigenen Tieren – aber dennoch gibt es Fakten, die über lecker oder nicht lecker entscheiden. Lesen Sie hier die wichtigsten Antworten auf die ultimative „Frage des Geschmacks“…
Katzen stehen nicht auf Süßes
Die Zunge einer Katze ist ein echtes Multitalent. Sie kann schmecken und schlabbern und dient zudem der Fellpflege. Aber eines können Katzenzungen nicht: Süßes schmecken. Und dass, obwohl Katzen als besondere Gourmets gelten. Haben Katzen die Wahl zwischen klarem und gezuckertem Wasser, so zeigen sie keinerlei Vorlieben. Dies lässt darauf schließen, dass Katzenzungen „süß“ gar nicht schmecken können. Daher ist das Gerücht, Katzennahrung würde Zucker zugesetzt, um Katzen „abhängig“ zu machen, frei erfunden. Schließlich hätte Zucker als Geschmacksverstärker bei Katzen ja auch gar keinen Effekt. Anders dagegen „sauer“, „salzig“ und „bitter“. Diese Geschmacksrichtungen können die Rezeptoren der Katzenzunge sehr wohl wahrnehmen und unterscheiden. Ob der jeweilige Geschmack dabei als angenehm oder unangenehm empfunden wird, entscheidet die Konzentration der Geschmacksrichtung.
Was ist drin, was ist dran?
Immer wieder wird behauptet, dass künstliche Geschmacksverstärker oder gar „Suchtstoffe“ für die Vorliebe von Katzen für ein bestimmtes Futter verantwortlich seien. Aber auch dieses Gerücht kann widerlegt werden. Für den Geschmack einer Katzennahrung ist vor allem die Zusammensetzung, also die Auswahl der Zutaten entscheidend. So bevorzugen Katzen zum Beispiel als natürliche Fleischfresser instinktiv ein Futter mit hohem Proteinanteil. Und dieser kann naturnah und ohne künstliche Hilfsstoffe über ausgewählte Zutaten erzielt werden, sowohl bei Trocken- als auch bei Feuchtnahrung.
Viele Katzen bevorzugen bei gleicher Qualität dennoch Feuchtnahrung. Dies liegt daran, dass der Geschmack nicht nur über die Zunge, sondern auch über die Nase wahrgenommen wird. Feuchte Nahrung hat einfach ein anderes Aroma als Trockennahrung, ihr Geruch ist vielfältiger und ausgeprägter. Die Katze kann die Feuchtnahrung sozusagen mit „mehreren Sinnen“ erleben und genießen. Schließlich entspricht sie auch mehr der natürlichen Nahrung einer Katze, denn in freier Natur wird die Beute auch nicht „getrocknet“ gefressen.
Dampfgegart oder gekocht?
Einen großen Unterschied macht es auch, wie die Katzennahrung zubereitet wird. Werden die Zutaten gekocht oder erhitzt? Wie hoch sind die Temperaturen, denen die Zutaten ausgesetzt sind und wie lange wirken diese ein? Auch das kennt man aus der eigenen Erfahrung. Ein im Imbiss stundenlang zerkochtes Huhn schmeckt nicht so gut, wie das auf den Punkt gebratene Steak von zu Hause.
Bei Katzennahrung muss man sich die Unterschiede folgendermaßen vorstellen: Um die Nahrung haltbar zu machen, muss diese im Kern eine bestimmte Temperatur über einen vorgegebenen Zeitraum erreichen. Damit dies gewährleistet ist, wird Katzennahrung häufig recht hoch und lange erhitzt. Bei Schalen und Frischebeuteln sind dagegen weit weniger hohe Temperaturen über einen kürzeren Zeitraum ausreichend, um die notwendigen Temperaturen zu erreichen. Whiskas verwendet sogar ein spezielles Verfahren des Dampfgarens, bei dem das natürliche Aroma der Zutaten optimal erhalten bleibt. Diese schonende Zubereitung sichert nicht nur einen herausragend frischen Eigengeschmack, sondern auch den Erhalt natürlicher Vitamine und Mineralstoffe. Ein Unterschied, den jede Katze schmeckt – auch ohne den Zusatz künstlicher Aromastoffe.
Sie sehen also, bei Katzen ist es ist ähnlich wie bei uns Menschen: Ob etwas gut oder weniger gut schmeckt, hängt von der Qualität der Zutaten, der Güte des Rezeptes und den Fähigkeiten des Kochs ab. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrer Katze einen gesunden und guten Appetit!