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Magazin-Artikel

Wasserbedarf bei wärmeren Temperaturen

Wasserbedarf bei wärmeren Temperaturen

Wasser ist Leben. Katzen aber sind von Natur aus schlechte Trinker. Nehmen sie nur etwas weniger Wasser zu sich, als sie brauchen, kann es jedoch zu gravierenden Gesundheitsschäden kommen: Harnsteine, Nierenschäden, Herz-Kreislauf-Schwäche… Mit ein paar wenigen Tricks können Sie Ihre Katze davor schützen – auch jetzt, wenn die Außentemperaturen steigen...

Wie viel Wasser braucht mein Tier?

Eine Katze benötigt bei normalen Außentemperaturen ca. 45 ml Wasser pro kg Körpergewicht am Tag. Eine 4 kg schwere Katze muss also rund 180 ml Wasser zu sich nehmen, im Sommer sogar etwas mehr. In freier Natur decken Katzen diesen Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über den Verzehr von Beutetieren, die einen Feuchtigkeitsgehalt von rund 60-70 % haben. Nach diesem Vorbild enthält auch Feuchtnahrung für Katzen rund 80 % Wasser, d.h. mit einem Whiskas Frischebeutel á 100 g deckt eine Katze bereits die Hälfte ihres täglichen Flüssigkeitsbedarfes. Trockenfutter enthält dagegen nur 8 % Flüssigkeit. Hier entspricht eine Portion aus 50 g also nur rund 4 ml Wasser, so dass die 180 ml fast komplett getrunken werden müssen. Gerade im Sommer, wenn der Flüssigkeitsbedarf einer Katze erhöht ist, empfiehlt es sich daher, eine Katze ganz oder zumindest in weiten Teilen mit Feuchtnahrung zu füttern.

Ernährungs-Tipps für den Sommer

Füttert man eine Katze im Sommer mit Feuchtnahrung, empfehlen sich kleinere Portionseinheiten wie z. B. Whiskas Frischebeutel. Erstens kommen mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt dem natürlichen Fressverhalten einer Katze entgegen und sind für den Verdauungsapparat weniger belastend, und zweitens verhindern sie, dass Reste im Napf verbleiben und in der Sommerhitze verderben. Angetrocknete Futterreste sind nicht nur unappetitlich und eine Geruchsbelästigung, sie können bei der Katze auch zu Magenverstimmungen führen. Außerdem locken sie Schädlinge und Insekten wie Wespen an. Besonders im Sommer sollten Futterreste im Napf daher spätestens nach 30 Minuten entfernt werden. Werden größere Dosen geöffnet und nicht komplett verfüttert, muss der Rest gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Damit er nicht zu kalt, sondern zimmerwarm verfüttert werden kann, sollte er rechtzeitig vor der nächsten Fütterung wieder heraus genommen werden.

Trinkmuffel austricksen

Mit einigen Tricks kann man Katzen unter Umständen dazu bringen, mehr als gewöhnlich zu trinken. Viele Katzen bevorzugen zum Beispiel „bewegtes Wasser“ aus dem Wasserhahn oder einem Zimmerbrunnen. Im Zoofachhandel gibt es sogar spezielle Tränken für Katzen, in denen das Wasser per Motor bewegt wird. Manche Katzen lassen sich auch locken, indem man ihnen einige Tropfen Sahne, Milch, Tunfisch- oder Bratensaft in das Wasser mischt. Auch stark verdünnter Fruchtsaft oder Tee können versuchsweise angeboten werden. Möglich ist auch, dass eine Katze Mineralwasser, stilles Wasser, abgestandenes Wasser oder natürliches Wasser aus der Regentonne bevorzugt. Einfach mal den Geschmackstest machen. Sinnvoll ist es außerdem, einer Katze mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Stellen aufzustellen. Wichtig: Der Durchmesser der Näpfe sollte so groß sein, dass die Katze beim Trinken nicht mit den Schnurrhaaren an den Rand stößt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wasser- und Nährstoffbedarf Ihrer Samtpfote.