Standort:

Magazin-Artikel

Wellness fürs Winterfell

Wellness fürs Winterfell

Draußen wird es zunehmend kalt und regnerisch. In Haus und Wohnung sorgen Heizung und Kamin für wohlige Wärme. Beides strapaziert Haut und Fell unserer Katzen zur kalten Jahreszeit, zumal gleichzeitig noch der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell ansteht. Was man als Katzenhalter tun kann, damit sich die eigene Samtpfote dennoch wohlfühlt in ihrer Haut, erfahren Sie hier.

Das Fell der Katze besteht aus winzigen Haarbüscheln, die in Gruppen angeordnet sind. Jedes Haarbüschel besteht aus Leithaar, Grannenhaaren und Wollhaaren. Das Leithaar steht in der Mitte des Haarbüschels. Es ist lang und besonders dick. Die Grannenhaare sind kürzer und weicher und die Wollhaare sind noch feiner, kürzer, weicher und außerdem stark gewellt. Das Fell einer Katze besteht überwiegend aus den feinen Wollhaaren. Sie bilden das dichte Unterfell, das bei mangelnder Pflege leicht verfilzen kann, vor allem bei Freilaufkatzen zur nassen Jahreszeit. Besonders bei langhaarigen Katzen sollte das Fell nach Streifzügen durch die Natur daher auf Kletten und kleine Zweige abgesucht werden, die sich in den Haaren verheddern und zu Verfilzungen oder sogar kleinen Verletzungen führen können.

Haarballen vorbeugen

Eine sorgfältige Fellpflege ist aber bei allen Katzen wichtig, egal, ob Lang- oder Kurzhaarkatze, ob Hauskatzen oder Freigänger. Am besten ist es, eine Katze regelmäßig zu bürsten und zwar vom Kopf bis zum Schwanz. Und vergessen Sie nicht den Bauch, denn hier ist das Fell meist flauschiger und neigt stärker zu Verfilzungen. Durch das Bürsten wird das Fell gesäubert, die Durchblutung der Haut wird gefördert und abgestorbene Haare werden entfernt. Letzteres ist wichtig, da die Katzen diese Haare bei der Fellpflege mit ihrer stacheligen Zunge sonst abschlucken, was zur Bildung von Haarballen in Magen und Darm führen kann. Die Folge können Verdauungsbeschwerden sein, bis hin zu Darmverstopfungen, die in einer Operation gelöst werden müssen. Eine regelmäßige Fellpflege kann dem vorbeugen. Außerdem sinnvoll: Whiskas Anti-Hairball, ein leckerer Katzen-Snack für Zwischendurch, der nicht nur toll schmeckt, sondern über ausgewählte Nährstoffe der Bildung von Haarballen entgegenwirkt.

Bitte nicht baden

Die meisten Katzen sind wasserscheu und mögen es gar nicht, gewaschen oder gebadet zu werden. In der Regel ist dies auch nicht notwendig. Außer in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei extrem starker Verschmutzung oder bestimmten Krankheiten wie einem Pilzbefall. In diesen Fällen sollte im Vorfeld mit einem Tierarzt abgesprochen werden, welche Shampoos für die Katze geeignet sind und gut vertragen werden.

Parasiten im Blick

Ideal ist das sorgfältige Bürsten der Katze auch, um ein wachsames Auge auf einen möglichen Parasitenbefall zu haben. Denn besonders im Winter, in beheizten Räumen, haben Flöhe Hochsaison. Nicht immer aber lassen sich die winzig kleinen Flöhe mit dem bloßen Auge auf dem Tier erkennen. Vor allem bei Katzen mit dunkel pigmentierter Haut, dunklerem, langem oder dichtem Fell sind die winzigen Parasiten kaum zu sehen. Relativ sicher ist dagegen folgender Test: Kämmen Sie das Fell Ihrer Katze an einigen Stellen mit einem extrem engzackigen Kamm (Flohkamm) ganz nah an der Haut und geben Sie das ausgekämmte Material (Hautschuppen, Talg) auf ein feuchtes Küchen- oder Taschentuch. Sieht dieses Material wie eine Art „Kaffeesatz“ aus (bräunliche Krümel) und verfärbt sich das Tuch rund um das Material rötlich, so spricht dies für einen Flohbefall, da Flöhe mit ihrem Kot kleine Mengen Blut ausscheiden, das mit ausgekämmt und auf diese Weise sichtbar wird. Finden Sie bei der Fellpflege solche Hinweise auf einen Flohbefall, sollten Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach geeigneten Präparaten zur Behandlung fragen.

Aus der Pflicht eine Kür machen

Ganz klar, die regelmäßige Fellpflege gehört zu den absoluten Pflichten eines Katzenhalters, aber letztlich kann sie auch zu einem liebevollen Ritual werden, das Sie und Ihre Katze gleichermaßen genießen. Frei nach dem Motto: Streicheleinheiten für Körper und Seele! Und gerade in ungemütlichen Herbst- und Wintermonaten ist man auf diesen „Kuschelfaktor“ noch mehr angewiesen als zu jeder anderen Jahreszeit!

Hier finden Sie mehr Infos und Tipps zur Pflege Ihrer Samtpfote.