
Schornsteinfeger, Marzipanschweinchen und Kleeblätter signalisieren zum Jahreswechsel gute Wünsche. Aber auch Katzen können Glück bringen. Vom Mythos und Aberglauben um den Glücksbringer Katze lesen Sie hier.
Tradition und Mythos sind sich nicht immer einig. Mal bringen Katzen Unglück und stehen für die Wiedergeburt des Teufels, mal bieten sie Schutz und symbolisieren Reichtum und Wohlstand. Oft stehen Katzen auch für Ermutigung und Neuanfang, da sie stets auf die Füße fallen und im Zweifelsfall sehr zäh sind und sich nicht so leicht unter kriegen lassen. Dann wieder verkörpern sie Unnahbarkeit, Geheimnis und Wandelfähigkeit. Die Katze zeigt sich also auch hier mit all ihren faszinierenden Facetten in ihrer vollen Vielfalt, wobei folgende drei Bilder den Aberglauben weitgehend beherrschen:
Schwarze Katzen haben`s schwer
Schwarze Katzen werden je nach Überlieferung verschieden interpretiert. Im Mittelalter verkörperten schwarze Katzen den Teufel auf Erden. Heute gelten schwarze Katzen dagegen als Glückboten – allerdings nur dann, wenn sie von links nach rechts laufen. In umgekehrter Richtung sollen sie dagegen wieder Unglück bringen. Traurige Folge dieses ambivalenten Images: Bis heute, so berichten Tierschutzorganisationen, sind schwarze Katzen schwerer in liebevolle Hände zu vermitteln als Katzen anderer Fellfarbe.
Dreifarbige Katzen schützen vor Feuer
Dreifarbige Katzen, in deren Fell sich weiße, rote und schwarze Haare finden, sind sehr selten. Die meisten dieser Katzen, die auch als Schildpattkatzen bezeichnet werden, sind weiblich. Nur in Ausnahmefällen gibt es auch männliche Tiere mit dreifarbigem Fell, diese sind dann aber unfruchtbar. Aus dieser Besonderheit heraus hat sich um Schildpattkatzen über die Jahrhunderte ein fester Aberglaube entwickelt. Er besagt, dass dreifarbige Katzen das Haus vor Feuer und anderem Unglück bewahren, ihre Menschen vor Fieber schützen und sogar Brände löschen, wenn man sie in die Flammen wirft. Dieser Glaube brachte Schildpattkatzen den Beinamen „Feuerkatze“ ein. Glücksbringer wären sie aber nur, wenn sie geschätzt und geliebt würden, denn: Wer eine dreifarbige Katze ertränke oder tötet, würde sieben Jahre lang vom Unglück verfolgt.
Japanische Glückskatzen
„Winkende Katzen“ sind in asiatischen Ländern klassische Glücksbringer und säumen als Tonfiguren zahlreiche Hauseingänge. Maneki-neko werden sie genannt, was sich aus maneki = einladen und neko = Katze ableitet. Freundlich winken diese Katzen das Glück herein und laden wohlwollende Gäste ins Haus ein. Sie stehen für Wohlstand, Reichtum und Gesundheit und sind in Asien das, was in Deutschland das gute alte Glücksschwein ist: Der beliebteste Glücksbringer schlechthin!
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