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Verhalten

Das Verhalten von Katzen

Ein Katzenhalter, der die „Sprache“ seiner Katze richtig deutet, ist besser gegen Überraschungen gewappnet.

Katzen sind für viele Tierfreunde wunderbare Heimtiere, weil ihre Ansprüche leicht zu erfüllen sind und sich mit vielen menschlichen Bedürfnissen decken. Sie passen sich dem menschlichen Wunsch nach Wärme und Zärtlichkeit hervorragend an und genießen Streicheleinheiten. In einigen Bereichen ihres Lebens sind Katzen allerdings eher pingelig. Zum Beispiel in Bezug auf Nahrung oder ihren Lieblingsplatz. Der Katzenfreund muss das Verhalten seiner Katze verstehen und richtig interpretieren, damit er ihre Grundbedürfnisse erfüllen kann. Dieses Verhalten äußert sich in Körper- und Lautsprache.

Die Körpersprache verstehen

Kleiner Kurs in Kätzisch

Kleiner Kurs in Kätzisch

Mit Lauten, Gesten und Signalen aus Mimik und Körpersprache „sagen“ Katzen, wie sie sich fühlen

Katzen mauzen nicht einfach so und erst recht nicht alle gleich. Der Verhaltensforscher und Tierarzt Dr. Michael W. Fox hat festgestellt, dass sie 16 verschiedene Lautmuster haben, wie zum Beispiel Plauderlaute, Ruftöne und Erregungslaute. Wenn die Katze einen Wunsch hat, macht sie das unmissverständlich klar: Ich habe Hunger, ich will raus, ich will auf den Schoß.

Lautsprache

Miau: "Ich brauche..." ...Zuwendung, Futter oder jemanden, der die Tür öffnet.

Gurrlaute: Entspanntes Geplauder, Begrüßung.

Schnurren: "Alles in Ordnung", "Ich bin friedlich" oder "Ich mache mir Mut."

Fauchen: "Hau ab, ich bin giftig." Knurren: "Gleich gibt’s Prügel!"

 

Augen

Anstarren: Mit verengten Pupillen Angriffs-, mit geweiteten Abwehrdrohung.

Blinzeln: Kontaktaufnahme, Beschwichtigung, entspricht unserem Lächeln.

 

Ohren

Nach vorn: "Ich bin gut drauf."

Seitwärts spielend: "Irgendwas stimmt hier nicht."

Rückseite nach vorn: "Jetzt werd ich aber sauer!”

Nach hinten eingeknickt: "Hau ich zu? Oder hau ich lieber ab?"

Flach angelegt: "Jetzt wehre ich mich."

 

Schwanz

Hochgereckt: "Hallo, schön dich zu sehen" oder auch "Komm doch mal mit".

Wedeln: Je nach Intensität Spannung, Erregung, Ärger.

Aufgeplustert: Erschrecken, zusammen mit Katzenbuckel Imponier-Drohung.

 

So sagt es die Katze:

Darüber hinaus steht ihr eine ausdrucksvolle Körpersprache zur Verfügung, die es kinderleicht macht, sich mit ihr zu verständigen.

"Hallo, guten Tag."
Menschen geben sich zur Begrüßung die Hand. Katzen versuchen, Kopfkontakt herzustellen.

"Hallo, guten Abend!"
Wenn Sie zum Beispiel aus dem Büro kommen: Die Katze streicht schnurrend um Ihre Beine, "markiert" Sie mit ihrem Duft als ihr Wesen. Oft will sie auf diese Weise auch "gut Wetter machen", damit ihr endlich das Futter vorgesetzt wird.

"Spiel mit mir."
Die Katze kommt, legt Ihnen ein Spielzeug vor die Füße und stupst Sie mit Pfote oder Kopf an.

"Komm mir bloß nicht zu nahe!"
Anheben der Pfote. Augen sind verengt. Die Katze beobachtet in geduckter Haltung, die Ohren hat sie flach zurückgelegt oder seitlich weggedrückt. Der Schwanz bewegt sich unruhig hin und her.

"Ich will bei dir sein, bin müde und vertraue dir."
Die Katze legt sich zu Ihnen, zeigt Ihnen aber Rücken und Hinterteil.

"Ich bin die Größte. Versuch bloß nicht, mir was vorzumachen."
Imponiergehabe drückt sich im gesträubten Fell aus, sie macht einen Buckel, um größer zu erscheinen. Übrigens genau das Gegenteil von dem, was wir irrtümlicherweise unter "katzbuckeln" verstehen.

"Ich bin schrecklich verärgert. Draußen war ein unfreundliches Tier."
Ob es ein bellender Hund oder eine fremde Katze war – bei Aufregung peitscht der Schwanz und wird buschig. Im extremen Fall das gesamte Fell.

"Ich mag dich."
Die Katze versetzt Ihnen einen Stups mit der Nase, einen so genannten "Nasenkuss", sie leckt und knabbert vorsichtig an der Hand.

"Oh, peinlich!"
Die Katze hat was ausgefressen, sie kriegt eine Strafpredigt, die ihr schrecklich unangenehm
ist. Die Reaktion: Sie fängt an, sich hektisch zu putzen – ein verlegenes Ablenkungsmanöver.

"Ich genieße gerade und möchte dösen."
Die Ohren sind entspannt, die Augen halb geschlossen.