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Tipps zur Katzenerziehung

Das Verhalten von Katzen

Ein Katzenhalter, der die „Sprache“ seiner Katze richtig deutet, ist besser gegen Überraschungen gewappnet.

Katzen sind für viele Tierfreunde wunderbare Heimtiere, weil ihre Ansprüche leicht zu erfüllen sind und sich mit vielen menschlichen Bedürfnissen decken. Sie passen sich dem menschlichen Wunsch nach Wärme und Zärtlichkeit hervorragend an und genießen Streicheleinheiten. In einigen Bereichen ihres Lebens sind Katzen allerdings eher pingelig. Zum Beispiel in Bezug auf Nahrung oder ihren Lieblingsplatz. Der Katzenfreund muss das Verhalten seiner Katze verstehen und richtig interpretieren, damit er ihre Grundbedürfnisse erfüllen kann. Dieses Verhalten äußert sich in Körper- und Lautsprache.

Tipps zur Katzenerziehung

Wie erzieht man eine Katze?

Wie erzieht man eine Katze?

Es ist erstaunlich, wie wenig Mühe es kostet, einer Katze Benimm beizubringen.

Katzen lernen durch Verknüpfen. In der Praxis bedeutet dies, dass ein bestimmtes Verhalten (eine Handlung), gefolgt von einer positiven Reaktion (einer Belohnung), wiederholt wird. Andererseits wird ein Verhalten, das eine negative Reaktion nach sich zieht oder ignoriert wird, wahrscheinlich nicht wiederholt werden.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass Katzen ihren eigenen Kopf besitzen. Im Gegensatz zu Hunden kann man Katzen mit Leckerbissen oder Belohnungen schwer dazu bringen Kunststückchen zu machen oder zu apportieren. Dennoch sind die kleinen Individualisten sehr lernfähig.

Auf den Namen hören.

Egal, ob Minki, Ninja oder Urmel: Verbinden Sie den Namen anfangs mit angenehmen Erfahrungen. Sagen Sie ihn, wenn Sie Ihr Kätzchen füttern, streicheln oder mit ihm spielen – nicht, wenn Sie mit ihm schimpfen oder ihm etwas verbieten.

Tabus akzeptieren.

Maßvolle Verbote sind vollkommen in Ordnung – auch in der Natur kennen Katzen Grenzen. Bei konsequentem „Nein“- Sagen oder kurzem Händeklatschen lernt das Kätzchen, dass es an einigen Orten nichts zu suchen hat.

Richtig spielen.

Kätzchen müssen kratzen, klettern, jagen. Katzen lieben es, auf Tischen zu sitzen, weil sie vom erhöhten Standort den idealen Überblick haben. Wenn es aber Ihre Polstermöbel oder Beine ins Visier nimmt, sagen Sie deutlich „Nein“ und locken Sie Ihr Kätzchen zum Kratzbaum. Loben Sie es, wenn es dort weitermacht. Spielen Sie oft mit ihm, das entlädt die Jagdlust!

Niemals schlagen!

Katzen haben ein ausgeprägtes Würdegefühl und wären zutiefst verletzt. Das Schlagen interpretieren sie so, dass der Mensch seine übergeordnete Stellung ausnutzt, um ihnen Schmerzen zuzufügen. Das kann zu psychischen Störungen führen, die Beziehung kann ernsthaft Schaden nehmen.

Wie die Katzenmutter.

Ein kleiner Nasenstüber, wie ihn die Katzenmutter ihren Babys gibt, wirkt dagegen manchmal Wunder. Aber nur mit einem Finger! Bei einem „Wiederholungstäter“ kann man mit der Pflanzenspritze ein paar Wassertropfen sprühen – das wird sie sich mit Sicherheit merken.

Konsequent bleiben!

Wichtig ist, dass die ganze Familie am selben Strang zieht und nicht der eine „hüh“, der andere „hott“ sagt. Aber Katzen sind kleine Strategen. Es kann durchaus sein, dass sie erst mal nachgeben und ein paar Wochen später in aller Unschuld so tun, als hätte nie eine Erziehung stattgefunden.

Plötzliches SOS

Wenn Ihre Katze plötzlich unsauber wird, ist das immer ein „SOS“:

Ein Mensch, an dem sie besonders hing, hat die Wohnung verlassen, ein für sie Fremder wird in die Wohngemeinschaft aufgenommen oder aber Umbauarbeiten finden statt– nirgends mehr Ruhe. Fest steht, das Tier ist aus dem Lot. Schimpfen Sie nicht. Dadurch wird die Katze noch mehr verunsichert. Machen Sie die Stelle sauber, am besten mit schlichtem lauwarmen Wasser